passend zum zeitgeist der barack obama verhypeung sage ich: "I confess..."
ich bekenne mich schuldig. ich bin schuld an unserer wirtschaftlichen misere. ich bin schuld am verfall unserer kennzahlen. wegen mir brechen die größten banken ein.
ich bekenne: ich bin ein müßiggänger.
ich gehe jeden tag mind. 1 Std. nur meinen eigenen v.a. geistigen vergnügungen nach. ich gehe 1Std spazieren. schreibe hier einen quark auf. mache musik oder vergeude wertvolle zeit mit lesen...
warum hat dieses nachgeben, nach dem ruf eines kontemplativen lebens, immernoch, wieder? negative konnotationen? ich behaupte weil unsere gesellschaft auf rein wirtschaftliche ziele ausgerichtet ist. es soll dafür gesorgt werden einen größtmögichen allgemeinen? wohlstand herbeizuführen. ich sage es geht uns schon viel zu gut!? unsere produktivität ist so enorm gestiegen...
bsp. milchkuh: vor c.a. 50 jahren war das produktionsziel bei milchkühen eine jahresleistung von 4000 liter milch. heute sind wir bei 12000 liter! eine verdreifachung! trotzdem haben wir immer noch nicht genug?
ich bin auf der stelle bereit auf viele annehmlichkeiten zu verzichten. das große auto, der dvd spieler, der fernseher, die fertigpackungs mahlzeit, pizzen, toastbrote, gordon bleue...
wie schön ist es ganz müßiggängerisch eine gemüsesuppe zu kochen. gänzlich unproduktiv, langsam die zutaten einzeln waschen, schneiden langsam sieden... und dabei schönen Gedanken nachhängen.
es muss doch erlaubt sein einen teil seines lebens dem müßiggang zu widmen. was
macht das leben sonst lebenswert?
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